Dolmetscher auf Umwegen – Relaisdolmetscher

Beim Relaisdolmetschen wird die Ausgangssprache über eine weitere in die Zielsprache übersetzt. Schwer vorzustellen? Wir erklären es an einem kleinen Beispiel.
Bei einer Konferenz wird ein Text, Vortrag oder eine Rede in Spanisch gehalten. Das bedeutet, dass der Redner in der spanischen Sprache spricht. Bei den Zuhörern handelt es sich um ein Publikum, dass französischsprachig ist. Bislang wird nur ein Dolmetscher benötigt. Aber noch kein Relaisdolmetscher.

Ein Dolmetscher übersetzt also die Texte aus der einen in die andere Sprache. Dieses erfolgt bei solchen Veranstaltungen normalerweise aus einer Dolmetscherkabine heraus. Die Zuhörer bekommen nun also die Texte in die gewünschte Sprache von diesem Dolmetscher übersetzt. Diese Übersetzung erfolgt grundsätzlich simultan.
Dieser Dolmetscher sendet diese Texte über ein Mikrofon auf die Headsets der Zuhörerschaft. Bei Fragen aus dem Publikum übersetzt er diese Fragen dann aus der Ausgangs- in die Zielsprache, so dass der Vortragende die Frage auch versteht und beantworten kann. Also, eigentlich bis hierhin ein normaler Dolmetschereinsatz. Also noch kein Relaisdolmetschen notwendig. Wann benötigt man aber einen Relaisdolmetscher?

Relaisdolmetscher als Problemlöser

Problematisch wird es aber, wenn einer der Zuhörer eine andere Sprache spricht, also überhaupt kein Französisch. Bei dieser handelt es sich auch noch um einen seltenen Dialekt, für den in diesem Fall kein Dolmetscher eingesetzt werden kann. Als Beispiel nehmen wir hier die Roma. Für dieses Beispiel ist es nun so, dass es keinen Dolmetscher gibt, der Spanisch in diese zusätzliche Sprache simultan übersetzen kann. Es gibt jedoch einen Dolmetscher, der aus Französisch in diese Sprache übersetzt. Hier haben wir eine große Herausforderung, die nur durch einen Relaisdolmetscher gelöst wird. Problemlösung ist hier das Relaisdolmetschen!

Für diesen konkrete Beispiel handelt es sich bei diesem Relaisdolmetscher um einen Sprachmittler in den Dialekt. Die beschriebene Sprachbarriere wird nun durchbrochen, indem der Relaisdolmetscher die Übersetzung aus Spanisch in Französisch ebenfalls auf seinem Headset empfängt. Bis hierhin läuft es genauso, wie bei den Zuhörern. Jetzt dolmetscht er aber aus der dem erhaltenen Audio in den seltenen Dialekt. Dieses läuft ebenfalls mit technischen Hilfsmitteln, identisch zu seinem Kollegen. Für den Fall, dass nun dieser eine Zuhörer eine Frage hat, stellt er diese in Roma. Der Relaisdolmetscher überträgt diese Frage in Französisch und leitet per Technik auf das Headset des anderen Kollegen. Dieser übersetzt dann Spanisch, damit der Redner die Frage verstehen und beantworten kann. Danach geht alles wieder in die andere Richtung. Relaisdolmetschen ist zeitintensiver, wie man gleich bemerkt. Es wird zwar auch simultan gesprochen, jedoch arbeitet ein Relaidolmetscher quasi „um die Ecke“.

Einsatz von Technik

Um den Einsatz zu optimieren benötigt der Relaisdolmetscher technische Voraussetzungen. Bei kleineren Terminen kann auch ohne eine solche Lösung beim Relaisdolmetschen gearbeitet werden. Dieses ist aber unbedingt vorher abzusprechen. In den meisten Fällen macht erst eine technische Lösung den Unterschied. Das Relaisdolmetschen kommt in der Regel auch nur bei Terminen mit einer Vielzahl an Sprechern und unterschiedlichen Sprachen zum Einsatz. Hier bietet sich die einfachste Lösung der Dolmetscherkabine an. Je nach Situation muss man hier zwischen einer Doppel- oder zwei Einzelkabinen wählen. Optional können auch TED-Systeme oder Personenführungsanlagen ausreichen. Das sind aber Optionen, die mit einem Projektmanger bei Bohmann Übersetzungen besprochen werden können. Wir finden sicher die optimale Lösung für den Einsatz.

Qualifiziertes Relaisdolmetschen können Sie in in verschiedener Sprachkombination buchen! Machen Sie also keinen Umweg, wie ein Relaisdolmetscher, sondern sprechen uns direkt an. Wir beraten unverbindlich, kompetent und jederzeit. Wir versprechen, dass direkt eine Lösung gefunden wird!