Unterwegs in Sachen Fußball – unsere Übersetzer Jadie und Mitchell auf ihrer Mission in Südamerika

 

Übersetzer – das ist doch sicher ein Beruf, bei dem man die meiste Zeit im Büro arbeitet! Nun, sicher sitzen die meisten unserer Übersetzerinnen und Übersetzer an einem durchschnittlichen Arbeitstag am Schreibtisch. Und dennoch präsentiert sich der Beruf deutlich abwechslungsreicher, als gemeinhin vermutet wird. Unsere Dolmetscherinnen und Dolmetscher sind ohnehin oft auf Konferenzen, Tagungen, bei Kongressen, Vorträgen und bei Geschäftsterminen unterwegs, um live zu übersetzen, was sie hören. Doch auch Übersetzerteams, die auf die Sprachübertragung von Schriftstücken spezialisiert sind, dürfen hin und wieder den heimischen Schreibtisch verlassen, um durch die Welt zu reisen und an Orten zu arbeiten, von denen andere nur träumen.

Jadie, Übersetzerin für Portugiesisch und Spanisch, sowie Mitchel, Übersetzer für Englisch und Spanisch, sind Experten für Vertragsübersetzungen im Profisport. Hier berichten wir darüber, wie ihr Arbeitsalltag aussieht und warum sie für ihre Arbeit gerade mal wieder in Südamerika unterwegs sind.

 

Wer Samstag den Fernseher einschaltet und ein ganz gewöhnliches Bundesligaspiel anschaut, erkennt auf den ersten Blick, dass jedes gute Team heutzutage aus Spielern verschiedenster Herkunft besteht. Profisport, das gilt nicht nur für den Fußball, ist ein internationales Geschäft. Talentscouts suchen auf der ganzen Welt nach den Top-Talenten ihrer Sportart. Vereine kaufen jugendliche Spieler ein, Manager schicken sie rund um den Globus zu den Vereinen, die sie am besten fördern und natürlich auch am besten bezahlen.

Unser Übersetzerteam ist bereits seit mehreren Jahren in diesem Feld unterwegs. Dolmetscher aus unseren Büros begleiten die Scouts auf ihren Reisen, nehmen an Sichtungsterminen teil und übersetzen bei Gesprächen, in denen es um Kaufoptionen und Vertragskonditionen geht.

Beim Vereinswechsel eines jungen Talents geht es um viel Geld, das ist bekannt. Die Verträge sind allerdings so detailliert und enthalten so viele verschiedene Konditionen, dass ein solches Vertragswerk durchaus über 100 Seiten lang sein kann. Insbesondere den Eltern der oft noch jungen Spieler ist es wichtig, genau Bescheid darüber zu wissen, was ihre Söhne in der neuen Heimat erwartet, unter welchen Bedingungen sie spielen und wie sie gefördert werden sollen. Es gibt aber auch Talente, die schon im Kindesalter vertraglich an ihren Verein gebunden sind und bei denen zunächst vereinbart wird, den Spieler auszuleihen, zukünftige Kaufoptionen ausgemacht werden und andere Sonderregelungen gelten.

Dass eine gute Vertragsübersetzung wichtig ist, weiß Jadie ganz genau. Sie reiste vor kurzem nach Belo Horizonte, wo ein bekannter Scout einen ganz jungen Spieler entdeckt hat, in dem er ungeheures Potenzial sieht. Jadie begleitete den Scout von der Sichtung über erste Gespräche bis zur Vertragsunterschrift. Sie hat den Eltern, dem Spieler und dem früheren Trainer des Jungen genau erklärt, was im Vertrag steht und darauf geachtet, dass der neue Verein mit den passenden Formulierungen maximale Rechtssicherheit hat. Über die Inhalte des Vertrags darf Jadie natürlich nicht sprechen, was sie schade findet, da ihr eigener Sohn natürlich auch davon träumt, Fußballstar zu werden. Nun ist es ihr Job, den jungen Spieler aus Belo Horizonte auf das Land, in dem er ab der nächsten Saison arbeiten wird, optimal vorzubereiten.

Mitchell ist gerade aus Rosario in Argentinien zurückgekehrt – gemeinsam mit dem Spieler, dessen Vertrag er übersetzt hat. Nun unterstützt Mitchell das junge Talent bei der Wohnungssuche, hilft ihm, die entsprechenden Ämtergänge zu erledigen, kümmert sich um beglaubigte Urkundenübersetzungen und begleitet ihn in den nächsten Wochen täglich zum Trainingsgelände, um Gespräche mit Mitspielern, dem Trainer und der Clubleitung zu dolmetschen. Damit das Heimweh nicht zu groß wird, hilft Mitchell dem jungen Mann außerdem dabei, sozialen Anschluss zu finden: Er begleitet ihn zum Dolmetschen auch am Abend in Restaurants, auf Partys und sogar in Clubs.

Zwischen den Spielern und Übersetzern entwickelt sich auf diese Zeit manchmal sogar ein freundschaftliches Verhältnis. Sowohl Jadie als auch Mitchell haben bereits mehr als einmal die Erfahrung gemacht, dass aus Spielern, die sie während der Anfangszeit in der Premier League oder in der Bundesliga begleiteten, internationale Topspieler wurden, um die sich die ganz großen Vereine reißen. Nur Skandalkicker mit Starallüren haben sie während ihrer Arbeit noch nie kennengelernt!

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